Zoff um Champions League: Kölner Haie-Fans mit Boykott!

Köln | Das riecht nach Ärger. . . Anfang Juli hatten die Kölner Haie bekanntgeben müssen, dass das Champions League-Heimspiel gegen den Kärntner Vorzeige-Klub KAC nicht in der Lanxessarena, sondern in Krefeld steigen muss. Und deshalb gehen etliche Fanclubs nun auf die Barrikaden, boykottieren gar tatsächlich das Duell, ausgerechnet beim so lang ersehnten Comeback auf dem internationalen Parkett! "Wir, die Fanclubs der Kölner Haie, möchten uns heute bezüglich des CHL-Spiels in Krefeld an euch wenden. Ein Heimspiel gehört nach Hause und nach zwölf Jahren ohne Europapokalspiel ist ein „Heimspiel“ an einem anderen Standort als Köln nicht akzeptabel. Was uns dabei besonders sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass es in den vergangenen Jahren bei der Arenabelegung wiederholt zu Problemen gekommen ist. Sei es eine mögliche Verlegung eines Playoffspiels nach Krefeld, Stadionspiele, die dort außerhalb des Winter Games stattfinden mussten, oder die Heimspielregelung für die Playoffs. Uns allen ist durchaus bewusst, dass es sich bei den Kölner Haien sowie der Kölnarena um Wirtschaftsunternehmen handelt, aber für uns Fans ist es Leidenschaft, Emotion und Hobby, für das wir gerne und viel Geld ausgeben. Ebenfalls leisten wir als Fanclubs hinter den Kulissen vieles, was einem Großteil wohl gar nicht bewusst ist. Wir kritisieren seit Langem die Kommunikation zwischen den Kölner Haien und uns Fanclubs und dieses Spiel in Krefeld ist der berühmte Tropfen, der uns keine andere Option lässt, als das Spiel zu boykottieren. Es wird weder organisierte Busfahrten, Banner, Fahnen noch einen organisierten Support bei diesem Spiel geben." Rumms! Doch es gibt auch kritische Stimmen! "Das ist echt nicht mehr zu übertreffen. Da bettelt ihr jahrelang um Europapokalspiele, und beim internationalen Auftritt lässt man die eigene Mannschaft im Stich, nur weil das Ego gekränkt ist und das Spiel nicht in Köln stattfindet. Die Arena ist nun mal eine knallharte Multifunktionshalle mit einem vollgestopften Eventkalender, in der Eishockey nicht exklusiv residiert, was eigentlich jeder weiß. Statt diese wirtschaftlichen und organisatorischen Fakten zu akzeptieren, stellt ihr euch bockig und verweigert den Support und bestraft am Ende nur das Team auf dem Eis. Bitte, dann seid eben nicht da", schreibt ein empörter User als Reaktion.