Wild! Haie verlieren das nächste Heimspiel
Köln | Was für ein Spitzenspiel, was für ein Deama. Und am Ende hängende Kölner Köpfe. Der KEC verlor das Topduell gegen die Eisbären Berlin mit 5:6 nach Penaltyschießen. Die Revanche für das Halbfinal-Aus ist den Haien gegen den großen Angstgegner also nicht geglückt. In den vergangenen beiden Jahren zogen die Rheinländer gegen Berlin in den Playoffs den Kürzeren. Nach drei Heimspielen gegen Wolfsburg, Frankfurt und Berlin hat der KEC nur drei Punkte auf dem Konto. Für die hohen Ansprüche, die Verein und Fans an das Team des neuen Trainers Thomas Berglund haben, ist der Saisonstart sicherlich ernüchternd.
Eswar ein enges Spiel. Wir hatten einen guten Start und haben dann unnötige und leichte Tore abgegebe ", erklärte Trainer Thomas Berglund. "Aber wir haben am Schluss ausgeglichen. Die Jungs haben einen guten Spirit bewiesen." Und auch am Freitagabend startete die Partie für die Gastgeber nicht nach Wunsch. Durch ein krummes Ding von Ty Ronning gingen die Gäste bereits in der vierten Minute Führung. Doch die Haie bissen schnell zurück. Dank eines ehemaligen Eisbären. Nach einem gewonnenen Zweikampf von Patrick Russell hinter dem Berliner Tor, stand Marcel Noebels frei vor dem Tor und vollendete zum Ausgleich (8.). Doch die Freude währte nur 39 Sekunden, da schlugen die Hauptstädtern erneut zu. Liam Kirk traf mit einem perfekten Handgelenksschuss in den Winkel zum 2:1. 37 Sekunden vor der ersten Sirene schaffte der KEC wieder den Ausgleich durch einen Distanzschuss von Brady Austin. Und es kam noch besser, als Tim Fleischer seinen ersten Treffer für die Kölner gelang. Doch in dem verrückten Spiel mit vielen Wendungen Warenhaus dem Rückstand war wieder der Titelverteidiger am Drücker und belohnte sich mit dem 3:3 durch Markus Vikingstsd im Powerplay. Dabei brummte Jan-Luca Sennhenn lediglich acht Sekunden auf der Strafbank. Fünf Minuten vor Ende des zweiten Abschnitts gingen die Eisbären zum dritten Mal in Front. Diesmal war Andreas Eder für den Meister erfolgreich. Und es kam noch schlimmer und bitterer. Einen Versuch von Jean-Luc Foudy wehrte Keeper Janne Juvonen nach vorne ab, der Puck flog an den Körper von Juhani Tyrväinen und von dort ins Tor - 3:5! Es war ein Dämpfer und Stimmungskiller. Köln versuchte zwar die Aufholjagd, doch lange lag es danach aus, dass Berlin dem sechsten Tor nähen sind, als Köln dem Anschluss Doch die Gastgeber kämpften und es war einmal mehr Noebels, der 150 Sekunden vor dem Ende mit dem 4:5 für neue Hoffnung sorgte, als der KEC mit sechs Feldspielern stürmte. Der Wahnsinn ging weiter. Plötzlich glaubten Team und Fans an eine erneute Wende. Und einen besseren Zeitpunkt für seinen ersten Saisontreffer hätte sich Russell nicht wünschen können. Der Däne schaffte tatsächlich den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich und brachte Köln in die Verlängerung. Im Penaltyschießen vernagelten sowohl Juvonen als auch Jack LaFontaine den Kasten. Erst der elfte Penalry war drin. Foey sorgte für die Entscheidung. Wir haben zu spät angefangen zu spielen und Strafzeiten genommen, die Berlin zurück ins Spiel gebracht haben", ärgerte sich Noebels gegen seinen Ex-Verein. Dass Berlin Punkte mitnimmt, ist nicht ungerecht. Wir haben Charakter gezeigt und zumindest einen Zähler behalten. "