Von Porz nach Kärnten: Kölner Dattel-Prinz steigt bei Ösi-Klub ein!

Köln/Klagenfurt | Er ist ein Macher, der polarisiert. Umtriebig, streitbar, einfach aus dem Leben. Nachdem Lebensmittel-Experte und Gastro-Unternehmer Mario Ebel seinen Rückzug als Präsident von Mittelrheinligist Spvgg Porz bekanntgab, bleibt er dem Fußball erhalten. Und das in seiner neuen Heimat. Der Familienvater, der sich als "Dattel-Prinz" einen Namen in der Branche mit besten Kontakten nach Saudi-Arabien gemacht hat, will in Kärnten dem Traditionsklub Austria Klagenfurt mit seinem Netzwerk zu altem Glanz verhelfen.

Als Markenbotschafter, um im Bereich Sponsoring international zu unterstützen. „Wer mich kennt, weiß, dass ich für Fußball brenne. Kärnten ist für meine Familie und mich zur Heimat geworden. Deshalb möchte ich meine Erfahrungen, meine Kontakte und meine Leidenschaft dort einbringen, wo wir heute leben – und dazu beitragen, für Austria Klagenfurt neue Türen zu öffnen“, sagt Ebel. Seine Erfahrungen aus Köln möchte der durchaus in politischen (CDU-)Kreisen höchst umstrittene, stets hellwache und kritische Geist nun nach Kärnten übertragen. „Meine Vision war schon in Porz, Fußball nicht ausschließlich von Woche zu Woche zu denken. Ein Verein braucht sportliche Ziele, aber genauso Partner, Unternehmer und Menschen, die eine langfristige Entwicklung mittragen. Diese Idee möchte ich in Klagenfurt weiterführen – nur mit einem deutlich internationaleren Ansatz", so Ebel, der "eine besondere Brücke nach Saudi-Arabien" im Blick hat, wohin er als Dattel-Mann beste Verbindungen hat. Denn: Insbesondere mit dem internationalen Vertrieb saudischer Datteln und seinen Marken und Handelsaktivitäten hat er enge Beziehungen zu Produzenten, Unternehmen und Geschäftspartnern im Königreich aufgebaut. Austria-Boss Zeljko Karajica bestätigte gegenüber Koeln0221 Ebels neue Rolle. "Gerade der Fußball hat in Saudi-Arabien in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Internationale Spieler, Investitionen in Vereine und Nachwuchs sowie die Vergabe der FIFA-Weltmeisterschaft 2034 an Saudi-Arabien zeigen, welchen Stellenwert der Sport im Königreich inzwischen besitzt", sieht Ebel darin eine Chance für Austria Klagenfurt. Einen schlafenden Riesen des österreichischen Fußballs. Mit Top-Stadion und infrastrukturellen Möglichkeiten, einer starken, treuen Fanbasis. „Wenn ich mit Unternehmern in Saudi-Arabien spreche, möchte ich nicht einfach ein Sponsoring-Paket verkaufen. Ich möchte ihnen Klagenfurt und Kärnten zeigen: den Verein, das Stadion, die Region und vor allem die Möglichkeiten, die sich über den Fußball ergeben. Ich möchte ein persönlicher Ansprechpartner und eine Brücke zwischen beiden Welten sein.“ Ein besonderes Thema sei für ihn dabei die Nachwuchsarbeit. Professionelle Nachwuchsstrukturen mit qualifizierten Trainern, medizinischer und physiotherapeutischer Betreuung sowie klaren sportlichen Entwicklungsmöglichkeiten könnten nach seiner Vorstellung ein interessanter Anknüpfungspunkt für internationale Partnerschaften sein. Was ist die Vision? Langfristig wären beispielsweise Trainingsaufenthalte, Nachwuchsprojekte, Camps oder Kooperationen mit Partnern aus der Golfregion denkbar – stets innerhalb der jeweiligen sportlichen und verbandlichen Vorgaben. "Als Markenbotschafter für Austria Klagenfurt in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten möchte er den Verein dort vertreten, Kontakte herstellen und Austria Klagenfurt bei Unternehmern und potenziellen Partnern bekannter machen", heißt es vom Klub. Seine Botschaft sei: Ein Engagement in Klagenfurt soll nicht nur ein Investment in einen Fußballverein sein, sondern eine Verbindung zu einer ganzen Region schaffen. „Ich lebe heute mit meiner Familie in Kärnten. Wenn ich in Riad, Jeddah oder Dubai über Austria Klagenfurt spreche, spreche ich deshalb nicht über irgendeinen Verein irgendwo in Europa. Ich spreche über den Fußballverein meiner neuen Heimat. Das macht für mich einen gewaltigen Unterschied.“