Verwahrlosung in Köln: Polit-Duo mit Polizei auf Streife!
Köln | Das große Thema Stadtbild. Durch erschreckende Bilder in den sozialen Netzwerken hat die Debatte um die zunehmende Verwahrlosung in Köln Fahrt aufgenommen. Wie schlimm ist es auf der Straße wirklich? Die beiden Lokalpolitiker Andreas Bohl und Florian Weber machten sich selbst ein Bild der Lage. "Letzte Woche war ich gemeinsam mit Florian Weber, unserem CDU Fraktionsvorsitzenden in der BV1, in der Kölner Innenstadt auf Streife mit der Polizei, um uns im Alltag ein Bild vom sogenannten Stadtbild zu machen", berichtet Bohl in den sozialen Netzwerken vom erschütternden Erlebnis. Er schreibt: "Da ich nicht im behaglichen, grünen Außenbezirk wohne, sondern mitten im Zentrum, bin ich schon vieles gewohnt. Doch die Tour mit der Polizei hat mir in beängstigender Weise verdeutlicht, wie hemmungslos hier täglich Siff und Dreck hinterlassen werden. Obdachlose, Bettler und Junkies sind mittlerweile auf allen Plätzen anzutreffen. Kot, Urin und andere Hinterlassenschaften sind Alltag geworden. Das Tragische: Die Bürger haben sich bereits daran gewöhnt.
Am Neumarkt liegt ein osteuropäischer Obdachloser mitten auf dem Gehweg - direkt vorm Gesundheitsamt der Stadt Köln. Niemanden interessiert es. Wir überqueren die Straße und gehen zu ihm. Sein Zustand ist kritisch. Wir rufen einen Rettungswagen. In der Komödienstraße liegt eine Großfamilie aus Osteuropa. Die Polizei muss sie wecken und des Platzes verweisen. Das machen die Beamten täglich, quasi ein Weckdienst. Auf dem Ebertplatz schläft ein Jamaikaner, direkt neben einer Rattenfalle. Seine behördlichen Dokumente waren längst abgelaufen. Die Kernaufgaben der Polizei sind eigentlich andere. Sie kümmern sich trotzdem darum, weil es sonst niemand tut. Fazit: Als Metropole ist Köln Zielort für Drogenszene, Bettel-Mafia, Banden, Kriminalität und Verwahrlosung. Wenn unsere Stadt wieder sauber und sicher werden soll, müssen wir aufhören, unser liberales Wegschauen als Retter-Ethos zu verklären. Damit helfen wir absolut niemandem. Unsere Forderung bleibt: Die Stadt Köln muss endlich konsequent durchgreifen, Repression durchsetzen und die Betroffenen den zuständigen Behörden zuführen. Nur ein kleiner Bruchteil der Menschen kommt nämlich aus Köln."