Veedels-Wirt "Ata" gibt auf: "Es lohnt sich nicht mehr"
Köln | Das Kneipensterben der ur-kölschen Lokale scheint unaufhaltsam weiterzugehen. Nun betrifft es eine echte Kölsch-Institution nahe des Kölner Südstadions. Der nächste Gastro-Wechsel im Veedel! Als Koeln0221 Athanasios Outos erreicht, klingt die Stimme nach 14 Jahren (!) in Köln-Zollstock müde und auch etwas traurig. Denn was man in den sozialen Medien lesen kann, stimmt: Einige Stammgäste bedauern, dass der beliebte "Zollstockertreff" jetzt tatsächlich Geschichte ist. "Es lohnt sich einfach nicht mehr", bestätigt Kneipier "Ata", so sein Spitzname, auf unsere Nachfrage am Samstag Morgen.
Zollstockertreff vor allem im Karneval ein Hotspot
Man habe es in diesem Lokal auf dem Höninger Weg an diesem Standort nicht unbedingt leicht als Gastronom, führt die sympathische Frohnatur mit griechischen Wurzeln aus. Immer wieder habe es Beschwerden wegen Lärms und der Nachtruhe gegeben. Es sei nun mal ein Nachtlokal, die Gäste seien zumeist spät gekommen. Doch das gefalle Nachbarn und Ordnungsamt nicht unbedingt. "Dazu war es sehr schwer neues Personal zu finden", so "Ata", "es rechnete sich einfach nicht mehr. Doch die Veedelskneipe ist als Objekt neu verpachtet. Ein italienisches Restaurant kommt rein". [[link:jecken-wirtin-nach-feuer-es-geht-auf-jeden-fall-weiter|Jecken-Wirtin nach Feuer: "Es geht auf jeden Fall weiter!"]] Und zwar nicht irgendeines: Die Macher des in Köln-Lindenthal äußerst erfolgreichen "Lugar-Konzepts" sind dem Vernehmen nach die Nachfolger. Was uns auch eine Mitarbeiterin auf Nachfrage bestätigte. Die Umbauten am Haus laufen auch bereits.
Und was macht Wirt Ata als nächstes? Sieht man ihn bald in der kölschen Gastro wieder? Die Antwort ist: Vorerst nein. Ata wird Privatier zunächst. "Warten wir ab was kommt. Jetzt ist erst einmal Pause angesagt", erklärt er. Fakt ist: Die Menschen im Veedel werden seinen Zollstockertreff sicher vermissen. **Hinweis der Red.: Darf gerne "getreezt" werden.**