Trauriger Nachruf: Kölscher Ali wollte auf der Straße sterben
Köln | "RIP ALI" Ein Schicksal, das viele Herzen in Köln-Mülheim aktuell nicht kalt lässt. Denn es sind bewegende Worte für einen leider sehr einsamen Mann, der nicht auf der Sonnenseite des Lebens stand, aber mit seinem Schicksal bis zuletzt tapfer umzugehen wusste und von den Streetworkern für sein liebevolles Wesen sehr geschätzt wurde.. "Am Sontag gegen 16.30 Uhr ist der im StrassenKulturMilieu am Wiener Platz bekannte Obdachlose Ali am Bahnhof Mühlheim auf der Strasse gestorben", heißt es von Kölner Hilfsorganisationen in den sozialen Netzwerken mit einem Erinnerungspost. Und weiter wird über den Verstorbenen wie folgt berichtet: "Ali war Türke und stammte aus Istanbul und hat die größte Zeit seines Lebens in Köln verbracht. Er war ein unauffälliger sehr kultivierter freundlicher Mensch, der jede Hilfe der Streetworker von HiK Heimatlos in Köln immer mit großem Dank annahm.
Bezeichnend ist das Beispiel, das anschließend angeführt wird. Demnach schlug Ali ein großzügiges Hilfsangebot aus, er wollte auf der Platte bleiben: "Zuletzt hatten die Sozialarbeiter des SKM, der Arche für Obdachlose e.V. in der Mülheimer Arche ihm sogar noch einen Platz zu einer schönen Kur besorgt, die er aber leider nicht mehr angetreten ist. Er sagte vor drei Wochen zu uns, es geht zu Ende mit mir, ich möchte hier auf der Straße sterben. Es war sein Wille, wir haben ihn respektiert."
Worte, die einfach unter die Haut gehen! Das Echo auf das Posting in den sozialen Netzwerken ist vielbeachtet groß. Auch Top-Journalist Peter Pauels kondolierte stellvertretend für viele andere.
So wird Ali, der sich seinen Stolz niemals nehmen ließ, nicht vergessen. Die Stadt Köln informiert auf ihrer Homepage über die diversen Hilfsangebote, die es für Bedürftige gibt, ausführlich: https://www.stadt-koeln.de/artikel/02180/index.html