"Sprachlos": E-Scooter-Stau vor Kölner Physio-Praxis sorgt für Stress
Köln | Sie wissen einfach nicht mehr weiter! Große Enttäuschung bei den Machern einer Physiotherapie-Praxis in Köln-Zollstock. Denn ein wahrer "Stau" von abgestellten E-Scootern versperrt nahezu täglich nach ihrer Aussage und Dokumentation den Weg zum Eingang der Praxis "Thimm"..
In den sozialen Netzwerken wandten sie sich daher jetzt nahezu verzweifelt mit einem Appell an die Öffentlichkeit. Darin heißt es: "Wir haben ein echtes Problem vor unserer Physiotherapiepraxis und langsam wissen wir nicht mehr, an wen wir uns noch wenden sollen. Fast täglich werden Fahrräder und E-Scooter direkt vor unserer Praxis kreuz und quer auf dem Gehweg abgestellt. Was für einen gesunden Menschen vielleicht nur nervig aussieht, wird für unsere Patienten teilweise zu einem echten Hindernis.
Physio-Praxis schaltet Kölner Ordnungsamt ein - Berufskolleg wiegelt ab
Zu uns kommen Menschen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, im Rollstuhl sitzen oder aufgrund ihrer Erkrankung ohnehin Schwierigkeiten beim Gehen haben. Selbst unsere Rampe zur Praxis wird regelmäßig zugestellt. Wir unterstellen niemandem böse Absicht. Wahrscheinlich machen sich viele einfach keine Gedanken darüber, welche Folgen ein abgestellter Roller oder ein Fahrrad für andere Menschen haben kann. Bei den Personen handelt es sich zu einem großen Teil um Schülerinnen und Schüler des Alfred-Müller-Armack-Berufskollegs und der Kölner Fachschule für Tourismus (KFT). Wir haben das Berufskolleg bereits angesprochen. Die Antwort war sinngemäß: Was außerhalb des Unterrichts passiert, gehe die Schule nichts an. Selbst unsere Bitte, das Thema wenigstens einmal im Unterricht anzusprechen und dafür zu sensibilisieren, wurde abgelehnt.
Und das macht uns ehrlich gesagt sprachlos. Auch das Ordnungsamt wurde bereits eingeschaltet. Leider hat sich die Situation bisher nicht verbessert. Deshalb versuchen wir es jetzt auf diesem Weg: BITTE stellt eure Roller und Fahrräder so ab, dass Gehweg, Praxiseingang und vor allem unsere Rampe frei bleiben. Es geht hier nicht um ein bisschen Bequemlichkeit oder darum, dass wir uns über herumstehende Roller ärgern. Es geht um die Mobilität kranker und gehbehinderter Menschen, die nicht ohne Grund in unsere Physiotherapiepraxis kommen. Falls eure Kinder eine der beiden Schulen besuchen: Bitte sprecht mit ihnen darüber. Manchmal braucht es keine Verbote und keine Strafen. Ein bisschen Rücksichtnahme und gesunder Menschenverstand würden vollkommen ausreichen. Bitte teilt diesen Beitrag, damit er vielleicht genau diejenigen erreicht, die ihre Roller und Fahrräder dort abstellen." In der Kommentarzeile ist die Solidarität der User und die Empörung über die asozialen E-Scooter-Benutzer spürbar.