Schwimmer im Rhein! Feuerwehr warnt nach Rettung
Köln | Sie warnen unermüdlich. Und dennoch gibt es unverbesserliche Trottel, die darauf pfeifen. Mit mahnenden Bildern, die für sich sprechen, wendet sich die Kölner Feuerwehr an die Öffentlichkeit und belegt einen gefährlichen Einsatz, bei dem ein Schwimmer aus dem Rhein gerade noch gefischt wurde. "Leute, der Rhein ist kein Schwimmbad! Gestern Abend, 20:32 Uhr, Rhein-Kilometer 678: Alarmierung zu einer Person im Rhein."
Unser Hubschrauber Christoph Rheinland war als erstes Einsatzmittel vor Ort und erkannte bereits aus der Luft, dass zwei Jetski-Fahrer einen Schwimmer gesichert hatten. Sie hatten ihm eine Schwimmweste angelegt, ihn über Wasser gehalten und langsam Richtung Ufer gezogen. Da die beiden den Hubschrauber heranwinkten und der junge Mann auch aus der Luft sichtlich hilfsbedürftig wirkte, entschloss sich die Besatzung zur Landung. Normalerweise kommt unser Hubschrauber vor allem bei der Suche aus der Luft zum Einsatz – hier aber war noch kein Rettungswagen vor Ort. Notarzt und Notfallsanitäter versorgten den völlig entkräfteten und unterkühlten Patienten sofort medizinisch. Mit Unterstützung der Besatzungen vom HLF 7 und des LF Urbach wurde er die steile Uferböschung hinauf getragen und an den Rettungswagen übergeben. Ohne das beherzte Eingreifen der beiden Jetski-Fahrer wäre der junge Mann vermutlich innerhalb weniger Minuten im Rhein versunken. Einer der beiden erzählte unserem Notarzt, dass es für ihn bereits die dritte Rettung in kurzer Zeit war, für ihn dennoch selbstverständlich Menschen in Not beizustehen.
Dieser Einsatz macht einmal mehr deutlich: Mit dem Rhein ist nicht zu spaßen. Auch bei extremem Niedrigwasser ist er keine Badewanne, sondern er ist und bleibt unberechenbar. Uns ist bewusst: Es ist heiß, und die Sehnsucht nach Abkühlung ist groß. Aber genau das kann lebensgefährlich werden. Bitte schwimmt dort, wo es sicher ist – niemals im Rhein! Es geht um euer Leben!"