Ratsherr im Zwielicht: Jetzt spricht Campione!
Köln | Der Wirbel war groß! Vor wenigen Monaten war bekanntgeworden, dass Ratsmitglied Roberto Campione sein Amt als Vorsitzender der Wählervereinigung Kölner Stadtgesellschaft (KSG) vorübergehend auf eigenen Willen ruhen ließ. Der Grund: Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den Stadtrat im Zwielicht und eine andere Person wegen Insolvenzdelikten und Bankrottstraftaten im Zusammenhang mit dem Parkcafé im Deutzer Rheinpark nach einem Anfangsverdacht. [[link:fuer-nicolas-fc-ultras-sammeln-becher-um-leben-zu-retten|"Für Nicolas": FC-Ultras sammeln Becher, um Leben zu retten!]] Da es offenbar den Verdacht gibt, Campione habe Einnahmen nicht wie vorgeschrieben an den Insolvenzverwalter abgeführt. Auf Nachfrage zum aktuellen Stand hatte ein Sprecher uns mitgeteilt: "Die Staatsanwaltschaft Köln geht im Zusammenhang mit der Betriebsschließung eines rechtsrheinisch gelegenen Gastronomiebetriebs dem Anfangsverdacht von Insolvenzdelikten sowie von mutmaßlichen Bankrottstraftaten gegen zwei ehemals verantwortlich handelnde Personen des Betriebs nach. Die Ermittlungen in dieser Sache dauern nach wie vor an. Der Verteidigung wurde Akteneinsicht gewährt."
Rheinpark-Café: Roberto Campione stellt unangenehme Fragen
Nun spricht Campione selbst! Er sagt, er sei als Ratsherr rehabilitiert, die Staatsanwaltschaft stelle die Betrugsermittlungen ein. Die Vorwürfe gegen den ehemaligen Betreiber des Parkcafés wogen schwer, "stellten sich aber als konstruierte Straftaten dar." Campione im Detail zu seiner Sicht der Dinge: "Eine Insolvenz kann man sich leider nicht schönreden, dafür war das Projekt über Jahre zu komplex, aber wir hatten nachweislich eine positive Fortführungsprognose und hätten mit einer hohen Finanzspritze in Eigenleistung das Parkcafé retten können. Ihm sei übel mitgespielt worden, denn: "Interessenten wurden ausgeschlossen, so dass das schlechteste Angebot den Zuschlag bekam. Der Verkauf wurde nur durch die Presse kommuniziert und dubios die Eigentümerverhältnisse in zwei Objekten umgekehrt. Heute wissen wir, dass dies nicht rechtens war... mit Erfolg klagen wir Schritt für Schritt unser Eigentum ein. Der Fall ist ein gutes Beispiel dafür, wie man in Köln mit unbequemen Menschen umgeht, die Fragen stellen und Antworten haben!"
Ich bin noch nicht fertig
In den sozialen Netzwerken hatte Campione bereits angekündigt, gewissen "Klüngel" aufdecken zu wollen. Er fügt an: "Und zu diesem Projekt gibt es viele Fragen.... Warum wurde das Parkcafé im Eilantrag vergeben, ohne die Fragen der Fraktionen zu beantworten? Welche Rolle spielt ein Parteibuch? Warum wird bis heute im Liegenschaftsamt die Kaution von 37800 Euro ignoriert? Was hat das neue Betreiberkonzept mit Win Win zu tun und müssen evtl. Hunderttausende Euro Fördermittel zurückgezahlt werden? Wie kann ein elektronisches Festivalkonzept im Landschaftsschutzgebiet genehmigt sein? Wieso werden Aufbauten ohne Baugenehmigung geduldet?
Viele offene Fragen, die es nicht nur zu diesem Objekt gibt... Bauvorhaben, die hunderte Millionen verschlingen und nicht fertig werden... Deals im Hinterzimmer.... Ich werde weiter nach Antworten suchen, bleibe unbequem... Ich bin noch nicht fertig!"