Preußen-Schwammköpfe schocken Höhenberg - und kriegen die Strafe

Köln | Es ist doch nur Fußball. . . Aber nein, manche Schwammköpfe aus Westfalen müssen das offenbar anders sehen. So geschehen beim Drittliga-Gastspiel der vermeintlich so aufrechten Münsteraner Preußen bei Viktoria Köln in Höhenberg am Sonntag Abend. Denn mit einem bizarren Plakat-Auftritt sorgten die Anhänger der biederen Westfalen für Stirnerunzeln im weiten Rund. Auf einem Banner war da zu lesen: "NRW-Tag 2026: 80 Jahre Zwangsehe sind kein Grund zum Feiern. Freiheit für Westfalen. Scheiss auf Rheinland." Hintergrund: „Operation marriage“ lautete die Chiffre, unter der die Briten am 23. August 1946 das Land Nordrhein-Westfalen schufen. Denn: Aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz und der preußischen Provinz Westfalen bildete man neu das Land Nordrhein-Westfalen. Gefeiert wurde das erstmals 2006: Da feierte Nordrhein-Westfalen sein 60-jähriges Bestehen mit einem großen Bürgerfest in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Als ersten „Nordrhein-Westfalen-Tag“. "Seither wird der Landesgeburtstag immer in einer anderen Region, einer anderen Stadt gefeiert. Und jedes Mal zeigt der Nordrhein-Westfalen-Tag die ganze kulturelle, wirtschaftliche und kreative Vielfalt unseres Landes", heißt es vom Land. Die offensichtlich geschichtsvergessenen Besucher aus Münster schienen davon beim Fußball auf der schäl Sick wenig zu halten. Applaus gab es indes weder für sie noch für die von ihnen unterstützte, kläglich agierende Truppe: Viktoria schickte die "Super-Preussen" mit 4:1 zur Geschichtsstunde heim. Held war ein Otto! Denn David Otto war mit seinem Doppelpack (12. / der High Roller, "Ali" Higls zwischenzeitlicher Anschluss machte den vielzitierten Kohl auch nicht mehr fett. Den Anfang hatten Castelle (6.) sehr früh gemacht. Also punktlos ab nach Preußen, Kameraden. Das 4:1 von le Bret gab es noch gleich mit. Oder besser für die rebellischen Gäste: Setzen, Sechs, Ihr Buam!