Kölner Oper: Spaß-Sänger flippt vor Eröffnung aus
Das Ding ist ein wahres Groschengrab
Köln | Er hat die Faxen schlicht dicke! Dass Jürgen Milski ein meinungsfreudiger Geselle und Ur-Kölsche ist, das dürfte hinlänglich bekannt sein und niemandem mehr bewiesen werden. Denn: Der Ex-„Big Brother“- und heutige Ballermann-Star legt mit viralen Clips die Finger oft in gesellschaftlich heikle Wunden, stößt Debatten an und ist auf der anderen Seite um keinen Scherz verlegen. Nun widmet sich der Spaßsänger der Kölner Oper!
"1,6 MILLIARDEN EURO für die Kölner Oper! 14 Jahre Baustelle. Aus 240 Millionen wurden rund 1,6 Milliarden Euro Gesamtkosten", postet Milski in den sozialen Netzwerken. Und weiter schreibt er: "Und währenddessen? Fehlende Kitaplätze, marode Schulen, fehlender Wohnraum und Familien, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Kultur hat ihren Wert. Aber wenn aus einer Sanierung ein Milliardenprojekt wird, darf man fragen, ob die Prioritäten noch stimmen?!?" Dazu filmte sich der Barde vor dem Kölner Opernhaus stehend und redete sich geradezu in Rage.
"So feiert Köln die sanierte Oper", titelt eine Lokalpostille am Samstag. Doch anders als Kasalla, Ralph Caspers und Chili Gonzales, die Teil des festlichen Rahmenprogramms am Wochenende (OB Torsten Burmester eröffnete das Opernhaus 12 Uhr am Samstag) sind, ist Milski nicht zum Jubeln zumute, wenn das Kulturhaus seine Pforten nach all der Zeit des Wartens endlich wieder aufsperrt. Er schimpft im Clip alles andere als im Stil eines "Rosenkavalier". "Hier ist scheinbar so viel schiefgegangen, das Ding ist ein wahres Groschengrab!. Was hätte man mit 1,6 Milliarden Euro in Köln alles machen können? (...)", fragt Milski. Und ferner: "Man hätte die Stadt einfach schöner machen können! Verprasst! Für mich der Skandal schlechthin. Man feiert sich auch noch dafür, dass man 1,6 Milliarden Euro in dieses Gebäude gesteckt hat. Mir fehlen wirklich die Worte!"