Kölner Karneval: "Köbesleed"-Eklat um King Size Dick!

Köln | Es ist eine peinliche Respektlosigkeit, die vielleicht - wenn man es gut meint - ja gar nicht so gemeint ist. Aber er bleibt, wie und was er ist: ein echter Gentleman alter Schule. „Ich wusste das ja gar nicht, habe von Freunden das nur erfahren, und musste schmunzeln. Ich nehm das Niemandem übel, denn jeder wahre Kölsche kennt mein Lied ja - und man kann es bei YouTube mit einem einzigen Klick doch leicht finden.“ Sagt Fastelovend-Urgestein King Size Dick (83) zu uns.

Karnevals-Größe Heinz Ganss (83) ist eine moralische Autorität im kölschen Fasteleer und muss niemandem mehr gefallen. Das heißt im Umkehrschluss aber gewiss nicht, dass er sich selbst alles gefallen lassen muss. Und so konnte von offensichtlich wieder einmal vollkommen Köln-ahnungslosen Autoren einer sinkenden, sogenannten Kölner Lokal-Depesche als angebliches Zitat von Ex-Hohn Henning Krautmacher vermeldet werden, dass es "nach seiner Recherche" ja kein "Köbeslied", also kein Lied über den Beruf des Köbes gebe.

King Size Dick schmunzelt Ahnungslosigkeit des Express weg

Demzufolge keine Hymne auf die urigen Kellner der Brauhäuser der Stadt, die eben die kölsche Gastronomie überhaupt erst ja ausmachen und das Gefühl am Tresen prägen! Genau diese Hymne hat aber King Size Dick längst vor bereits mehr als fast 40 Jahren (!) und damit einer Sessions-Ewigkeit geschrieben - und man kann sie auch leicht auf YouTube finden, wenn ,man denn will.

"Ich han en Arbeit, die mir jot gefällt, han die schönste Arbeit der Welt, ja, ich! Ich bin als Köbes immer gemütlich, immer manierlich, unappetitlich, unakkurat, immer op zack", singt der kölsch-zapfende Dick im 5-minütigen Kultclip mit Schärpe und weißem Rauschebart, während er durch das Lokal tigert und den bierselig schunkelnden Gästen fröhlich Kölsch ausschenkt: "Trallala!" Den ganzen Tag op jöck!" Recherche hilft wohl, kann man da nur auf westfälisch sagen ...