Kehrtwende bei "Glücksgefühle": Veranstalter zeigen Reue!
Köln | "Good vibes only"? Hoffentlich kommt das "Glücksgefühle"-Festival bald zur Ruhe. Was für eine Kehrtwende im Alphaville-Eklat! Zum Start des Glücksgefühle-Festivals auf dem Hockenheim-Ring meldete sich **Markus Krampe** (betreute jahrelang u.a. Skandal-Sänger Michael Wendler), der mit Ex-Kicker Lukas Podolski das Event gegründet hatte, erneut zu Wort, nachdem er tags zuvor die Ausladung der Band "Alphaville" aus Sorge vor möglichen politischen Äußerungen noch öffentlich verteidigt hatte. Nun sagt der Macher aber: "In den vergangenen Tagen habe ich viele Reaktionen rund um Glücksgefühle und Alphaville gehört und gelesen. Manche waren besorgt, andere enttäuscht, wieder andere einfach nur müde von der lauten Debatte. Ich habe das sehr bewusst wahrgenommen. Glücksgefühle ist kein politisches Festival. Es ist ein Ort für Musik, für Begegnungen und für Momente, in denen sich Menschen nah sind. Genau das möchte ich schützen. Ich respektiere, dass Alphaville für ihre Überzeugungen einstehen. Und ich glaube, dass es möglich ist, unterschiedliche Haltungen nebeneinander stehen zu lassen, ohne laut zu werden. Deshalb werden Alphaville wie geplant Teil des Festivals sein. Nicht als Zeichen eines Nachgebens, sondern als bewusste Entscheidung für das, was uns verbindet. Ich wünsche mir, dass wir alle den Fokus wieder dorthin legen, wo es Herzklopfen macht. Auf die Musik, auf die Menschen vor und hinter der Bühne und auf das gemeinsame Gefühl an diesem Wochenende. Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass genau dieses Gefühl bleibt. Wie wir gehandelt haben war in der Tat ein Fehler, das tut mir leid. Meinungsfreiheit ist das höchste Gut, das wir in Deutschland haben, sie ist zu schützen“. Eine Nachricht aus Größe oder des öffentlichen Drucks wegen? Man bietet Alphaville gar wieder die Bühne. Wie die Band wohl reagiert? Poldi wandte sich auch diplomatisch an die Öffentlichkeit, sagt: "Wer mich kennt, weiß, wie ich ticke." Allerdings!
Und weiter: "Für mich zählt der Mensch – egal wo jemand herkommt oder woran er glaubt. Jeder darf seine Meinung sagen und auch mal Kante zeigen. Im Stadion genauso wie auf der Bühne. Ich finde es gut, dass Markus die Entscheidung nochmal überdacht und klar gesagt hat, dass es ein Fehler war. Fehler passieren – wichtig ist doch, wie man damit umgeht. Alphaville ist herzlich willkommen, ich hoffe, dass sie wieder dabei sind! Jetzt schauen wir nach vorne und freuen uns auf ein friedliches, geiles Festival mit allen Fans! Genau darum geht's!“