Hörnchen-Oma fleht wegen der Hitze: "Bitte schaut nicht weg!"
Bergisch Gladbach | Nicht nur wir ächzen unter den tropischen Temperaturen. Erst recht die Wildtiere! Gerlinde Heimann (63) aus Bergisch Gladbach hat sich überregional einen Namen als Tierfreundin gemacht. Sie kümmert sich seit Jahren aufopferungsvoll um Eichhörnchen, päppelt die putzigen Kobolde, die ihr in schwachem Zustand gebracht werden, in einer Auffangstation zuhause in Bergisch Gladbach wieder auf. Und angesichts der derzeitigen sengenden Hitze richtet die "Eichhörnchen-Oma" einen Appell an die Öffentlichkeit. Denn so schlimm stand es um ihre Lieblinge noch nie! "Hier möchte ich nochmal kurz schildern, wie es derzeit in allen Auffangstationen aussieht. Es kommen täglich neue Tiere und leider müssen wir gerade viele abweisen, obwohl jedem von uns dabei das Herz zerreißt", schreibt sie in den sozialen Medien.
Und weiter: "Die Tiere kommen in einem furchtbaren Zustand, völlig verdurstet und verhungert, voll mit Parasiten, mit oft tiefen Wunden und leider auch häufig schon Organschäden. Das bedeutet für uns alle, trotz der Hitze, die uns auch zu schaffen macht, einen enormen zusätzlichen Aufwand, oft haben wir einen 16-Stunden-Tag, damit alle Tiere versorgt werden."
Bergisch Gladbach: Gerlinde Heimann rettet Eichhörnchen
Sie sagt: "Dazu kommt noch, dass wir bei dieser Wetterlage die schon gesunden Tiere nicht auswildern können, da es draußen weder Futter noch Wasser gibt. Dadurch entstehen enorme zusätzliche Kosten für Futter und Medikamente. Bitte an jeden von Euch: Stellt täglich Wasser hin und auch Futter für die Tiere. Für Eichhörnchen Sonnenblumenkerne, Haselnüsse und Walnüsse, für die Vögel Futter und getrocknete Mehlwürmer und auch für Igel hochwertiges Trockenfutter. Und wisst Ihr, was ganz furchtbar ist, die Tiere, die kommen, haben solch große Angst. Ich habe gerade nicht Hände genug, sie klammern sich an meine Hand, sobald ich die wieder weglegen muss, kratzen sie an der Box oder rufen. Das ist so traurig und tut mir so so weh. Was müssen diese kleinen Wesen so erlebt haben, dass sie so verzweifelt Hilfe suchen. Bitte schaut nicht weg und versorgt die Geschöpfe um Euch herum, sie schaffen es gerade nicht alleine."