Er war "Kalle Grabowski": Köln trauert um Schauspiel-Star

Köln | Er war Kult. Die Fans liebten ihn für seine Rolle als Ruhrpott-Prolet und Knacki "Kalle Grabowski" im, Streifen "Bang Boom Bang" (1999). Doch nach Informationen von koeln0221 aus dem Freundeskreis des Mimen ist Schauspieler Ralf Richter (69) leider verstorben. Wir berichteten zuerst. Der gebürtige Essener und große Fußballfan lebte bis zuletzt in der Kölner Südstadt, litt an Herzproblemen. Dem Veedel war er stets verbunden: Das Original trainierte bei seinem Freund Roland Bebak in dessen "World Gym" am Bonner Wall. Bei Drittligist Fortuna Köln war er gern gesehen, auch stets in Podcasts als gefragter Interviewpartner präsent.

Sein Veedels- und Fortuna-Kumpel Cornel Wachter, der in der Nacht vom Tode Richters erfuhr und noch am Donnerstag mit ihm Fisch essen war, erinnert rührend an ihn: "Richter wuchs als zweitältestes von acht Kindern in Bochum auf. Nach einer abgeschlossenen Schreinerlehre versuchte er sich an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum, ging danach an Theater in Berlin und Hamburg. Seinen großen Durchbruch hatte er 1981 als Seemann Frenssen in Wolfgang Petersens AntikriegsFilm, dem Meisterwerk "Das Boot". [[link:keine-filter-kiez-kultshow-kommt-nach-koeln|"Keine Filter": Kiez-Kultshow kommt nach Köln]] Unvergessen ist seine Rolle als cholerischer Ganove Kalle Grabowski in der Peter-Thorwarth-Kultkomödie "Bang-Boom-Bang - Ein todsicheres Ding"(1999) sowie seine Mitwirkung in "Fußball ist unser Leben" (1999) und der Serie/Film-Reihe "Was nicht passt, wird passend gemacht". Ralf ist der ältere Bruder des Musikers Frank Einheit (FM Einheit, ex-Einstürzende Neubauten), lebte im Kölner Süden und ist mehrfacher Vater sowie Großvater. Mit den Fans des SC Fortuna Köln hatte der Fan des Vfl Bochum Ralf Richter besten Kontakt seit 2003. So überreichte er auch schon ma die "Bronzene Stadionwurst" an verdiente Fortunen, zuletzt an das "Fanradio" im Südstadion. Ralf bleibt dem SCF unvergessen, er hat 2003 zur Rettungsaktion des Sportclub Fortuna Köln die Toten Hosen und andere promiente UnterstützerInnen ins Boot geholt. Und mit Andreas Palanci von den Ultras, den Eagels und mit Pfarrer Hans Mörtter hat Ralf sogar im Freudenhaus, wo Mütter tätig waren deren Pänz in der Jugendabteilung des SCF spielten, für den Erhalt der Jugendabteilung Geld sammelte.

An der Seite unseres ehm. Präsidenten Klaus Ulonska engagierte sich Ralf Richter auch immer wieder besonders für den Vringstreff e.V., die Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Wohung im Kölner Süden. Er kellnerte mit Klaus und dessen Faru Helge Ulonska dort schon mal zum Obdachlosenfrühstück der Deubner-Stiftung. Ewige Dankbarkeit des SCF soll Ralf Richter gewiss sein. Der Sportclub trauert um seinen Freund Ralf Richter und bekundet seiner Familie sein aufrichtiges Beileid."