CHL-Champion düpiert - Haie-Wahnsinn in LANXESS arena!
Köln | Was für eine Rückkehr der Kölner Haie auf die europäische Eishockeybühne: Im dritten Spiel der Champions Hockey League feierte der KEC nicht nur einen 5:2-Triumph gegen den Titelträger Frölunda Göteborg, sondern auch einen Zuschauerrekord. 18.104 Fans gab es noch nie in einer Partie der Königsklasse. Hier regiert der KEC“, skandierten die Anhänger selig, während die Haie nach dem dritten Sieg in Serie auf die Ehrenrunde gingen. Verdienterweise, denn die Mannschaft des neuen Trainers Thomas Berglund zeigte nicht nur eine starke spielerische und kämpferische Leistung, sondern das Ausrufezeichen gegen das schwedische Topteam machte auch Appetit auf die neue DEL-Saison, die am 18. September mit einem Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg starten wird. Vor dem Duell mit dem Titelverteidiger lautete; Endlich wieder Eishockey im Haifischbecken. 143 Tage nach dem letzten Heimspiel in der Lanxess Arena gegen die Eisbären Berlin und dem Aus im DEL-Playoff-Halbfinale wurde es wieder heiß auf Kölner Eis.
Kölner Haie mit Top-Leistung gegen Frölunda HC
Die erste Partie gegen eine schwedische Mannschaft in der CHL war das erste Duell auf europäischer Bühne für den KEC in Köln seit dem 7. September 2014. Unter der Ägide von Uwe Krupp gab es damals einen knappen 3:2-Erfolg über den damaligen finnischen Meister Oulun Kärpät.
Für das Comeback in Europa hatten sich auch die Fans eine besondere Choreografie einfallen lassen. „Ich pfeif auf London und Paris, hier am Rhein habe ich mein Paradies“, stand auf großen Bannern, dazu wedelten die Besucher mit bunten Luftballons im Stehplatzbereich. Die Stimmung war prächtig und stieg sogar noch an, als Kevin Niedenz die Gastgeber in Führung brachte. Der schnelle Flügelstürmer fälschte einen Schuss von Verteidiger Jan-Luca Sennhenn unhaltbar zum 1:0 ab.
Doch die Freude über die Führung währte nur 57 Sekunden. Noah Hasa nutzte eine Unachtsamkeit in der Haie-Defensive zum schnellen Ausgleich. Der Mittelstürmer traf im Nachschuss und ließ Haie-Schlussmann Janne Juvonen keine Chance. Danach entwickelte sich eine intensive Begegnung mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die beste Gelegenheit hatte Rückkehrer Maxi Kammerer, der jedoch nur die Latte traf. Göteborg dagegen versuchte mit stoischer Ruhe und forderte Juvonen besonders im Powerplay. Doch der Finne verhinderte mit guten Paraden einen Rückstand. Zwei gebürtige Düsseldorfer brachten die Haie nach einer halben Stunde aber erneut auf den Videowürfel. Kammerer setzte sich stark im Zweikampf durch, bediente mit der Rückhand perfekt Daniel Fischbuch, der vor dem Tor keine Mühe hatte, das 2:1 zu markieren. Mit viel Kampf, Einsatz und Leidenschaft transportierten die Hausherren ihren knappen Vorsprung durch das zweite Drittel. Und hatten sogar die Möglichkeit auf das 3:1, doch 56 Sekunden in doppelter Überzahl blieb ohne weiteren Torerfolg.
Die Treffer gab es im Schlussabschnitt. Dabei zeigte sich besonders Marcel Noebels effizient. Der Neuzugang aus Berlin war gleich doppelt erfolgreich. Zunächst fälschte der Angreifer einen Hammer von Valtteri Kemiläinen zum 3:1 ab, danach war der Topscorer im Powerplay erfolgreich und stellte auf 4:1. Mit seinen beiden Toren war Noebels nun in allen drei Spielen der Champions Hockey League als Doppelpacker erfolgreich. Schon in Salzburg (5:2) und Tampere (4:3 nach Verlängerung) war er zweimal als Torschütze zur Stelle. Das 2:4 von Liam Dower-Nilsson brachte den KEC nicht mehr in Gefahr, da Frederik Storm 5,8 Sekunden das 5:2 gelang. Und das Beste: Schon am 12.9. geht die Gaude gegen den KAC aus dem schönen Kärnten / Österreich weiter. . .