Anwohner schildert Inferno: Der Hürtgenwald brennt!

Düren | "Das habe ich noch nie erlebt!" Eine schlaflose Nacht für die Einwohner bei Düren: Der Hürtgenwald brennt! Der Ortsteil Gey, mit seinen 1800 Einwohnern, muss gar evakuiert werden. Laut Feuerwehr sei die Lage heillos chaotisch. Das Ausmaß ist immens.

Das kann Michael Rath bestätigen. Er wohnt im 5km von Gey entfernten Lendersdorf, ist glücklicherweise selbst noch nicht direkt betroffen und sieht das Inferno mit seinen gespenstischen Szenen aus der Ferne. "Da ist viel Feld zwischen. Aber ich will nicht sagen, es kann nichts passieren", sagt er. Als er am Abend von einem Lauftreff vom ASV in Köln-Junkersdorf heim über die Autobahn fuhr, sah er bereits das Ausmaß der Einsatzkräfte.

Bei Düren: Feuer breitet sich immer weiter aus

"Da sind wir bestimmt an 50, 60 Einsatzfahrzeugen vorbeigefahren. Die haben alles zusammengezogen hier, inklusive Krisenstab und so weiter. Also das ist schon echt richtig fett." Raths Sohn ist selbst Feuerwehrmann. "Man hört immer viele Explosionen, auch kleinere Explosionen von der alten Kriegsmunition, die da hochgeht, was die Einsatzkräfte natürlich hier sehr, sehr behindert. Die Hubschrauber fliegen immer wieder. Und ja, das ist schon echt, also das habe ich noch nie erlebt, in diesem Ausmaß auch. Das ist so krass, das ist wirklich echt unfassbar. Allein wegen dieser riesigen Fläche. Ich glaube nicht, dass es in Griff zu kriegen ist. Gerade es war Gott sei Dank hier windstill. Und das ist natürlich ein ganz wichtiger Punkt."

Gegen Mitternacht habe der Wind das Feuer "noch mal richtig angefacht", schildert er, "Man sammelt jetzt ihr Wasser für die Einsatzkräfte , das organisiert man jetzt hier auch so ein bisschen von der Bevölkerung her."

Rath nach einer schlaflosen Nacht: "Das sind Bilder, die man nur aus fernen Ländern kannte. Danke an alle Einsatzkräfte, insbesondere unseren Feuerwehrleuten - bitte passt auf Euch auf ! An meine Freunde und Bekannte - bringt Euch in Sicherheit!"