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Dezember 6, 2023
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Kölner Haie: Team und Trainer sind in der Bringschuld

Trainer Uwe Krupp ist mit seinen Kölner Haien ist nach der Derby-Demütigung in Düsseldorf gefordert. Foto: Bopp

Der Schock nach der 1:7-Demütigung im Derby am Sonntag bei der Düsseldorfer EG saß bei Spielern und Verantwortlichen der Kölner Haien tief. Die Niederlage beim DEL-Vorletzten war nicht nur ein richtiger Tiefschlag in die Magengrube, sondern auch der bisherige Tiefpunkt der Saison.

Erschütternd war nicht nur die Höhe der Pleite, sondern die Art und Weise. Nach einem ordentlichen ersten Drittel, indem es die Haie versäumt hatten, in Führung zu gehen, brachen sie nach dem ersten Düsseldorfer Doppelschlag komplett ein. Danach war kein Kampf, keine Leidenschaft, keine Aggressivität zu erkennen, die Mannschaft ergab sich ihrem Schicksal.

Kapitän Moritz Müller empfand die Vorstellung als „peinlich“, Trainer Uwe Krupp sprach von „einem Tag, wo wir aus vielen Gründen nicht da waren, wo wir sein wollten.“ Das muss der Coach nun schleunigst ändern, damit der KEC wieder in die Spur findet.

Moritz Müller, Kapitän der Kölner Haie empfand die Niederlage in Düsseldorf am Sonntag als peinlich. Foto: Bopp

Denn nach einem fast perfekten Start in die Saison mit 13 Punkten aus fünf Partien und Siegen beim Meister EHC München und im Heimspiel gegen den Finalisten Ingolstadt Panther waren die Schwankungen in den Leistungen häufig zu groß.

Kölner Haie stehen im tristen Mittelfeld der DEL

So stehen die Haie, die in diesem Jahr zumindest den Sprung ins Halbfinale anstreben, aktuell als Siebter mit 38 Zählern im tristen Mittelfeld der DEL. Und sogar tabellarisch und punktetechnisch schlechter als zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Spielzeit. Damals hatte der KEC 40 Punkte nach 24 Partien auf dem Konto und auf Rang fünf. Die Tendenz ist eher fallend – trotz einer wesentlich besser besetzten Mannschaft.  

Besonders in der Lanxess-Arena haben die Haie nicht die erhofften Erfolge eingefahren. Das Krupp-Team zeigt sich wie schon in vielen Jahren zuvor als netter Gastgeber, nur 16 Zähler aus zwölf Begegnungen im Henkelmännchen bedeuten nur Rang zwölf von 14 DEL-Clubs. Dagegen läuft es auswärts mit 22 Punkten aus zwölf Spielen.

An den treuen Fans liegt es nicht, dass der KEC daheim nicht performt. Trotz der schwachen Ergebnisse in den Heimspielen strömen die Besucher in die Lanxess-Arena. In den zwölf Partien waren bereits 204.368 Besucher live dabei, der Schnitt von 17.030 Zuschauern pro Spiel bedeuten einen DEL-Rekord.

Kölner Haie haben große defensive Probleme

Enttäuschend sind dagegen sportliche Werte: Die Haie haben einen defensives Problem. Bereits 78 Gegentore hat der achtmalige Deutsche Meister bisher schlucken müssen, nur Nürnberg mit 98 und Iserlohn mit 104 haben eine noch schlechtere Abwehr. Ein Grund dafür ist das Unterzahlspiel, das bisher bereits 25 Gegentore kassiert.

Sicher, Trainer Uwe Krupp hat derzeit kaum Möglichkeiten Veränderungen vorzunehmen, da mit Tim Wohlgemuth, Andreas Thuresson, Jason Bast, Frederik Storm und David McIntyre gleich ein Offensiv-Quartett nicht einsatzbereit ist.

Trotzdem hat das Team noch genügend Profis, die ein Spiel im Alleingang entscheiden können. Dafür sind aber Willen, Disziplin und Einsatzbereitschaft. Diese Attribute fehlte zuletzt bei den Niederlagen gegen Wolfsburg (1:5) und in Düsseldorf.

Die Haie und Krupp, der weiterhin das Vertrauen der Geschäftsführung genießt, sind jetzt in der Bringschuld. Besonders für die Fans, die endlich wieder Erfolge feien wollen. Am Donnerstag (19.30 Uhr) gastieren die Ingolstadt Panther in Deutz, da könnte die Mannschaft nicht ersten kleinen Schritt machen und beweisen, dass sie besser ist, als sie aktuell gezeigten Leistungen.

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